Zero Waste in der politischen Debatte

brussels-4056171_960_720

Ziel der nachhaltigen Entwicklung ist, dass zukünftige Generationen die gleichen Entwicklungschancen haben wie heutige. So die Definition des Brundlandberichtes aus den 80´zigern des letzten Jahrhunderts. „More with less“ lautete schon damals die Forderung an Industrie und Gesellschaft. Dies gilt heute um so mehr, da in den vergangenen Jahrzehnten offensichtlich wenig für einen umfassenden Ressourcenschutz und damit dem Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen geleistet wurde. Weiterhin betreiben wir eine ungebremste, wenn nicht sogar eine sich beschleunigende Ausplünderung des Planeten. Zero Waste kann dem entgegenwirken, wenn es gelingt, die Ziele und Grundsätze eines weitestgehenden abfallfreien Handels auch in allgemeingültige und verbindliche Regularien umzusetzen.

Hierzu bedarf es einer konsequenten Enflußnahme auf allen vier Ebenen der Rechtsetzung und des Vollzugs in der EU, im Bund und den Ländern sowie in den Kommunen. An Plänen, Programmen, Gesetzen, Verordnungen und Satzungen hierzu mangelt es grundsätzlich nicht, eher an der Stringenz der normierten Regeln und deren Umsetzung.

Aktuell steht mit der Novelle des deutschen Verpackungsgesetzes (VerpackG) die Umsetzung der SUP-Richtlinie (Directive on single-use plastics) an. Ein Teil davon wurde schon mit der Einwegkunststoffverbotsverordnung des Bundes geregelt. Zero Waste Germany wird zum Entwurf des VerpackG Stellung nehmen und dabei u.a. auch auf die obligatorische Einführung von Wertstofftonnen für die Mit-Sammlung und das Recycling (stoffliche Verwertung) der stoffgleichen Nichtverpackungen drängen.

Dies ist u.a. auch eins der Ziele, welches im Rahmen der Zero Wate Cites Initiativen angestrebt wird. Umsetzungsebene sind hier die Kommunen als öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger.

Es gibt viel zu tun, warten wir es nicht ab!

 

 

Sie finden unsere Stellungnahme vom 04.05.2021 im Blogbeitrag vorgestellt oder hier in ihrer Integrität zum Download